Jason von Juterczenka
banner
jasonvj2005.bsky.social
Jason von Juterczenka
@jasonvj2005.bsky.social
young autistic scientist ✨🔭 on an adventurous search for their favorite club ⚽️🏟️, fighting global water crisis ✊💧 and advocating for a neuroinclusive society 🖤❤️
wochenendrebell.de
Hab beim Essen noch durch die Nachrichten geschaut.
November 27, 2025 at 11:46 PM
Das sind Kollateralschäden. Und sie sind dem Ernst der Lage vollkommen angemessen. Die Alleinerziehende aus deinem Beispiel tut mir leid, aber darauf können wir keine Rücksicht mehr nehmen.

(Abgesehen davon habe auch ich Zweifel an der Wirksamkeit der Aktionsform, aber darum geht es nicht.)
November 26, 2025 at 6:28 PM
Aber du hast Recht, dass es im Sinne der sprachlichen Präzision sinnvoll wäre, zu erklären, was ich mit „falsch“ in der Folge gemeint habe. Werde ich wahrscheinlich demnächst dann in einem Video nachholen.
November 26, 2025 at 12:20 PM
Nicht durch das Patriarchat im Hinterzimmer beschlossen, aber in einer Zeit entstanden, in der unser (westliches) Wissen über Geschlecht noch nicht entwickelt genug war, um zu erkennen, dass es nur eine Korrelation grundverschiedener Eigenschaften ist.
November 26, 2025 at 12:15 PM
Eitelkeit ist in der Wissenschaft fehl am Platz. „Falsch“ ist natürlich in diesem Fall vereinfacht für „die Definition ist nicht sinnvoll“. Wenn ich sage „1 ist eine Primzahl“, wäre das schließlich auch „falsch“, weil eine Definition, welche die 1 einschließt, ziemlich sinnfrei ist.
November 26, 2025 at 12:13 PM
Ich denke, das (schrittweise) Umschreiben lohnt sich hier. Niemand wird dafür gecancelled, von „gonosomalem Geschlecht“ zu sprechen, solange die Unterscheidung klar benannt wird. Aber die Nachteile sind für mich einfach erheblich.
November 26, 2025 at 12:11 PM
Sehr verschiedene Situation. Eine Matrix kann sehr eindeutig nur auf eine Weise entartet sein. Entartung im NS-Sinn ist keine Eigenschaft einer Matrix. Geschlecht und das vorgeschlagene „gonosomale Geschlecht“ wären aber beide Eigenschaften eines Menschen.
November 26, 2025 at 12:08 PM
Es bleibt nicht intern. Wenn in Studien von „Geschlecht“ die Rede ist, dann auch in öffentlichen Berichten über diese Studien – wahrscheinlich dann auch noch verkürzt ohne Namenszusatz. Und dann entsteht ganz schnell Schaden für alle, bei denen Geschlecht und Karyotyp nicht „übereinstimmen“.
November 26, 2025 at 12:05 PM
Wenn es um die Fortpflanzungsorgane geht (die ja wiederum nicht identisch mit dem Karyotyp sein müssen, auch bei Menschen nicht), was spricht dagegen, einfach die Fortpflanzungsorgane benennen. Denn es ist eben keine Eigenschaft des Individuums mit weiteren Implikationen, es ist einfach ein Organ.
November 26, 2025 at 10:16 AM
Aber wenn wir klarmachen wollen, dass es keine relevanten Unterschiede zwischen trans und cis Frauen gibt, ist es sehr ungeschickt, eine Namensdopplung einzuführen, nach der trans Frauen männlich wären – was nichts mit dem für einen Menschen relevanten „männlich“ zutun hat, nämlich der Identität.
November 26, 2025 at 10:12 AM
Namensdopplungen sind, wie du sagst, grundsätzlich ja okay. Ich habe z.B. auch nichts gegen die Verwendung von „Geschlecht“ als Anzahl der Löcher einer kompakten orientierbaren Fläche in der Topologie.
November 26, 2025 at 10:12 AM
Ehrlich gesagt erwarte ich gerade von Biolog*innen, die gesellschaftliche Rolle ihrer Wissenschaft so kritisch zu reflektieren, dass sie die Problematik des Begriffs verstehen. Niemand kann doch wollen, dass bei den Menschen am Ende ankommt, die Biologie kenne keine Transidentitäten.
November 26, 2025 at 10:06 AM
46 Karyotyp, Gonosomaler Genotyp, es gibt viele Fachbegriffe, die in der Medizin dafür verwendet werden können, die klar machen, um was es geht: Die Ausprägung eines bestimmten Chromosoms, und kein bisschen mehr. Dafür braucht es genauso wenig ein Wort wie für die Genotypen der 22 anderen Sätze.
November 26, 2025 at 10:03 AM
Diese Begriffe haben auch nicht ansatzweise die gesellschaftliche und persönliche Bedeutung für viele Menschen.
November 26, 2025 at 10:01 AM
Ich denke, es ist missverständlich, weil die Bezeichnung „Geschlecht“ vermittelt, eine trans Frau sei iwie doch männlich, weil es eine solche Definitionen. Dass das aber nichts mit „Geschlecht“ in unserem Sinne zutun hat, sondern nur eine Namensgleichheit ist, wird untergehen.
November 26, 2025 at 10:00 AM
Meine Überzeugung für diese (ja, notwendig schwammige) Definition kommt also aus dem Glauben daran, dass sie die nützlichste dafür ist, das Denken der Menschen so zu formen, dass wir Cisgender-Heteronormativität überwinden. Und das Wort anderweitig zu vergeben, scheint mit kontraproduktiv.
November 25, 2025 at 7:56 PM
Eine Geschlechtsdefinition (z.B. „gonosomales Geschlecht“), in der bspw. eine trans Frau männlich wäre, wird imo schon dadurch untauglich. Das ist kein „Geschlecht“, nichts von dem, was der Praxis dieses Worts entspricht, es sind einfach Chromosomen.
November 25, 2025 at 7:54 PM
Die gesellschaftlich nützlichste Lösung wäre, präzise von dem zu sprechen, was gemeint ist.

Meint man „Menschen, die Kinder kriegen können“, dann sagt man das. Meint man Menschen mit XX.46, dann sagt man das. Und meint man, die geschlechtliche Identität „weiblich“, nur dann sagt man „Frau“.
November 25, 2025 at 7:47 PM